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25 Jul' 17

Nachzüglerbranchen im E-Commerce

Nachzüglerbranchen E-Commerce

Nachzüglerbranchen: Aufholjagd im digitalen Handel

Shopping & Delivery – 24/7 und ein Service mit dem gewissen Extra. Fakt ist, der Onlinehandel bleibt Wachstumstreiber im deutschen Einzelhandel. Laut „Online-Monitor 2017“ des Handelsverband Deutschland (HDE) soll sich der E-Commerce-Umsatz im Jahr 2017 um rund zehn Prozent auf 48,7 Milliarden Euro steigern. Das bedeutet, dass der Onlinehandel fast zehn Prozent des Umsatzes im deutschen Einzelhandel erwirtschaftet.

Eine weitere Studie „Trends im Handel 2025“ von KPM, für die mehr als 1000 deutsche Konsumenten in einer repräsentativen Umfrage zu Einkaufsverhalten und -erwartungen befragt wurden, belegt, dass Kunden beides wollen – sowohl den stationären Handel als auch Online Shopping. D.h. nur Unternehmen, die Online und Offline gekonnt miteinander verzahnen, werden auch in Zukunft erfolgreich bleiben. Die Studie besagt, dass das aktuell nur wenige deutsche Händler schaffen.

Wir nehmen jetzt mal für Sie die drei Nachzüglerbranchen unter die Lupe und zeigen wie viel Potential in ihnen steckt.

Nachzüglerbranche: Wohnen & Einrichten

Zwei Drittel wollen zukünftig Möbel und Wohnaccessoires online kaufen. Die Zukunft der Branche ist eindeutig E-Commerce-fähig. Möbel made in Germany sind aufgrund guter Qualität beliebt. Die besten Wachstumsaussichten erschließen sich durch besonders innovative Konzepte sowie neue Vertriebswege. Der E-Commerce steht hier an erster Stelle. Diese Verkaufskanäle bieten die Chance, eigene Produkte ohne Umwege über den Handel direkt vertreiben zu lassen. Die besten Voraussetzungen liefern die Kunden first-Hand, denn die stehem all dem aufgeschlossen gegenüber. Mehrere Umfragen von Verbrauchern haben nämlich ergeben, dass der Onlinekauf von Möbeln und Wohndeko in naher Zukunft sowieso völlig alltäglich sein wird. Zudem ist das Web bereits jetzt schon die am häufigsten genutzte Informationsquelle im Vorfeld eines Möbelkaufs. Herausforderungen im Rahmen der Lieferung können mittels intelligenter Logistikkonzepte überwunden werden. Gerade kleine, innovationsfreundliche Händler haben dann die Chance, völlig neue Präsentations- und Beratungsformen für den Online Shop zu erarbeiten.

Nachzüglerbranche: Heimwerken & Garten

Das Segment Heimwerken & Garten war beim E-Commerce lange zögerlich. Das scheint sich jetzt zu ändern. Eine Branche im Umbruch und wie geschaffen für die digitale Revolution. Der BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten gibt an, dass es für den Baumarkthandel heute und in Zukunft gelten muss, ein integriertes Omni-Channel-Angebot zu bieten und auf allen Kanälen die Kunden bei der Umsetzung ihrer Projekte zu begleiten. Der Auf- und Ausbau von Onlineshops, Unternehmensblogs und Social-Media-Angeboten muss voran getrieben werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für ein zeitgemäßes kundenorinentiertes Leistungsangebot ist ein Ausbau der Logistikleistungen für diese Branche. Im digitalen Zeitalter erwarten die Kunden auch vom Baumarkt die Möglichkeiten von Shopping & Delivery – 24/7, Onlinereservierungen mit abschließender Abholung vor Ort, usw. Schließlich erwarten auch Baumarktkunden ein ganzheitliches Angebot, inklusive zeitlicher und räumlicher Flexibilität von Informations- und Kaufprozessen. Das zeigen nicht zuletzt die aktuellen Entwicklungen im Bereich Mobile-Commerce.

Nachzüglerbranche: Lebensmittel & Drogerie

Rund jeder fünfte Verbraucher plant Lebensmittel bzw. Waren des täglichen Bedarfs künftig online einzukaufen. Schon jetzt ist dieses Warencluster, auch bekannt als Fast Moving Consumer Goods (FMCG), in der Studie des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) auf Nummer 2: Wachstum von 13,48 %. Im Jahr 2016 wurden hier 3,33 Milliarden Euro umgesetzt.

Zusätzlichen Schwung bekommt der Lebensmittel-Onlinehandel zudem durch eine größere digitale Vernetzung. Rezept-Portale beispielsweise bieten direkt die Möglichkeit, Einkaufszettel in Online-Shops anzulegen bis hin zum Erwerb von technischen Küchenhelferlein – nicht nur bei und von Amazon. Bestellung quasi vom Kochtopf aus.  Im Rewe-Onlineshop kann man z.B. schon jetzt Zutaten für Thermomix-Rezepte in einem Aufwasch in den Warenkorb legen. Außerdem werden mit zunehmenden Flächensterben, gerade in Klein- und Mittelzentren, wird E-Commerce daher zum verlässlichen und notwendigen Garanten bei der Nahversorgung.

Nachzüglerbranchen: „Handel ist Wandel“

Dieses alte Credo hat heute mehr Gültigkeit denn je. An dieser Stelle möchten wir gerne den Geschäftsführer des Institut für Handelsforschung Köln (IFH), Dr. Kai Hudetz, zitieren: „Das Internet hat sich längst als gleichberechtigter Einkaufskanal etabliert und wird künftig für noch mehr Produkte wichtiger Anlaufpunkt der Konsumenten sein.“ Na dann sieht die Zukunft doch rosig aus oder? Müsste man meinen, doch sieht man sich eine weitere aktuelle Studie des Digitalverbandes Bitkom an, wird eines schnell klar: Mächtig viel greifbares Potential wird schlicht und einfach nicht genutzt. Warum?

Zwar nimmt der absolute Wachstum des Onlinehandels spürbar zu, getrieben vor allem von Nachzüglerbranchen, doch 77 % der Händler sehen sich allein in Sachen Digitalisierung immer noch als Nachzügler. Zwei Drittel der Händler sehen die Digitialisierung als Chance, doch die Reaktionen darauf sind bei vielen leider noch sehr zaghaft. Besonders geflasht hat uns dieses Ergebnis aus der Bitkom-Umfrage: Jeder dritte stationäre Händler (36 %) verfügt noch nicht einmal über eine Webseite! Kaum zu glauben.
Doch wenn nicht jetzt, wann dann mit den veränderten Kundenerwartungen und -wünschen hinsichtlich smarten Stores Schritt zu halten und die Digitalisierung entschlossen anzugehen? Der gute Name und eine lange Tradition reichten heute eben einfach nicht mehr aus. Beispiele dafür, dass auch vermeintlich erfolgreiche und etablierte Unternehmen ohne eine Digtialstrategie ins Wanken geraten, gibt es genügend.

Unternehmen müssen akzeptieren, dass sich das Verhalten der Konsumenten durch neue technologische Möglichkeiten massiv verändert hat. Wo früher das Geschäft und später der Katalog im Fokus stand, ist gegenwärtig die grenzenlose Freiheit der Treiber. Dank digitaler Endgeräte kann man jederzeit und überall kaufvorbereitende Informationen einholen und sodann Käufe abschließen. Vor dem Hintergrund dieser Möglichkeiten rückt für die Verbraucher insbesondere der Bequemlichkeitsaspekt immer stärker in den Vordergrund.

Nachzüglerbranchen: Omni-Channel Marketing

Für den Handel und die Hersteller muss es also heißen, heute und in Zukunft mit einem ganzheitlichen Leistungsangebot auf allen Kanälen die Wünsche ihrer Kunden zu bedienen. Es gilt, mit modernen Märkten, einer innovativen Warenpräsentation in Themenwelten, dem Ausbau von Beratungs- und Serviceleistungen und mit innovativen Produkten für die jeweilige Nachzüglerbranche zu werben.

Durch Omni-Channel Marketing verknüpft man alle Vetriebskanäle zu einem integrierten Instrument der Kundenansprache. Wir, die artViper Marketingagentur, ermöglichen Händlern durch diese Art von Marketing den oftmals längeren und mehrstufigen Entscheidungsprozess der Kunden in den unterschiedlichen Phasen und gleichzeitig auch den unterschiedlichen Ansprüchen verschiedener Kundengruppen gerecht zu werden. Werbung für Händler – als zuverlässiger Fachpartner sowohl im stationären Bereich als auch im E-Commerce stehen wir Ihnen mit professionellem Grafik- und Webdesign zur Seite.

 

„Unternehmen, die auf E-Commerce setzen, machen deutlich, dass sie die Zukunft verstehen.“
– John Chambers

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